Die Geschichte der NATO im Kalten Krieg

Atomwaffenlager Golf in Großengstingen

Im Lager Golf in unmittelbarer Nähe der Eberhard-Finckh-Kaserne in Großengstingen waren die nuklearen Sprengköpfe für das Raketenartilleriebataillon 250 des II. Korps gelagert.

Im Rahmen der NATO-Direktive MC 70 wurde auch die Bundeswehr mit Atomwaffenträgern ausgestattet. Beim Heer betraf dies vor allem die Artillerie-Einheiten der Korps und Divisionen. In der Anfangsphase wurde jedes der drei Bundeswehr-Korps mit der Kurzstreckenrakete Honest John ausgerüstet. Diese wurde in den sechziger Jahren durch die Sergeant-Rakete abgelöst, bevor in den siebziger Jahren schließlich die Lance-Rakete zum Einsatz kam. Das Raketenartilleriebataillon 250 des II. Korps war in der Eberhard-Finckh-Kaserne in Großengstingen auf der Schwäbischen Alb stationiert. Die atomaren Sprengköpfe wurden im Lager Golf in unmittelbarer Nähe der Kaserne gelagert. Das Lager war in der achtziger Jahren mehrmals Schauplatz von Blockaden durch Friedensdemonstranten.

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Karte


Weitere Bilder vom Lager Golf

Diese Bilder vom ehemaligen Lager Golf bei Großengstingen wurden mir freundlicherweise von Joachim Lenk zur Verfügung gestellt.

Lenk ist Verfasser mehrerer interessanter Bücher zur regionalen Militärgeschichte auf der Schwäbischen Alb. 2004 erschien das Buch "Von der Schneeschuhkompanie zum Panzerbataillon" (Standort Münsingen). Ein weiteres Buch befasst sich mit der Geschichte des aufgelassenen Truppenübungsplatzes Münsingen ("Letzter Appell in Schwäbisch Sibirien"). Schließlich stammt aus seiner Feder auch noch ein Buch über den Standort Großengstingen ("Soldaten, Sprengköpfe und scharfe Munition"). Zu seiner Webseite geht es hier.

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