Die Geschichte der NATO im Kalten Krieg

Das ehemalige SAS Daubringen

Das SAS Daubringen (auch Alten-Buseck) befand sich in Hessen in der Nähe von Gießen. In dem Lager befanden sich die Atomwaffen der 5. Panzerdivision der Bundeswehr (HQ Diez an der Lahn), die zu unterschiedlichen Zeitpunkten über unterschiedliche Atomwaffenträger verfügte (Raketenwerfer Honest John, Panzerhaubitze M110 203 mm und Panzerhaubitze M 109 155 mm).

Diese Einheiten waren überwiegend im Artillerieregiment 5 zusammengefasst, das auch für die Bewachung des Lagers zuständig war (in den letzten Jahren vor der Auflösung zum Beispiel die Begleitbatterie 5 in der Steubenkaserne in Gießen). Dort war auch das 30th USAFAD (U.S. Army Field Artillery Detachment) stationiert, das der 557th USAAG in Herborn-Seelbach unterstand und das von amerikanischer Seite die Kontrolle über die gelagerten Atomwaffen ausübte. Das Detachment wurde im März 1960 aufgestellt und versah bis zu seiner Auflösung im Juni 1992 (Operation Silent Echo) seinen Dienst in Gießen und Daubringen.

Das Lager hatte den typischen Aufbau eines SAS Typ J mit 2 Munitionsbunkern, einem zentralen Wachturm aus Beton und einem weiteren aus einer Eisenkonstruktion. Das Lager hatte weiterhin ein Maintenance & Assembly Building, einen dreifachen Zaun, eine Beleuchtungsanlage sowie ein Intrusion-Detection-System. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden ständig verbessert, zuletzt im Rahmen eines Long Range Security Programs (LRSP) in den 1970/80er-Jahren.

Die Bilder von SAS Daubringen in dieser Bildergalerie wurden freundlicherweise von Markus Richert zur Verfügung gestellt.

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