Die Geschichte der NATO im Kalten Krieg

Atomwaffen auf der NATO-Airbase Memmingen

Die NATO-Airbase in Memmingen war einer von mehreren Luftwaffenstützpunkten der Bundeswehr, auf denen Flugzeuge (F-104 Starfighter und Tornado) für den nuklearen Einsatz (Strike) bereitgehalten wurden. Bis 1986 standen immer eine gewisse Anzahl von Flugzeugen in der so genannten QRA-Area rund um die Uhr in hoher Bereitschaft zum schnellen Gegenschlag bereit (Victor Alert).

Die Bundeswehrgeschichte des Memminger Fliegerhorstes begann 1956 mit der Einrichtung der Flugzeugführerschule S für die fliegerische Grundschulung künftiger Piloten. Das JaboG 34 wurde am 1. Oktober 1958 in Nörvenich und Büchel aufgestellt und über die Zwischenstation Faßberg am 1. Mai 1959 nach Memmingen verlegt. Die NATO-Assignierung erfolgte am 1. Oktober 1959. Das damalige Flugzeugmuster der Einheit - die F-84 F, der damalige Standard-Jagdbomber der Bundeswehr.

Ab 1. Juli 1964 begann die Umrüstung des JaboG 34 auf den Starfighte F-104 G. Die nukleare Infrastruktur dürfte in Memmingen wohl in den Jahren 1966/67 fertiggestellt sein. Für die Bewachung der Atomwaffen in Memmingen war eine speziell Staffel der US Air Force, die 7261st MUNSS, mit über 100 Soldaten zusammen mit der Sicherungsstaffel S der Luftwaffe zuständig.

Die Umrüstung auf das Flugzeugmuster PanaviaPA 200 Tornado erfolgte ab 1987. Am 30. Juni 2003 erfolgte die Außerdienststellung des JaboG 34. Aus der NATO Airbase Memmingen wurde der Allgäu Airport.

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Wappen

Jabogeschwader 34

Das Wappen des Jabogeschwader 34 in Memmingen.


© Max Bold 2017